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Wir stehen an der Schwelle zur Wissensgesellschaft. Ihren Gesetzen und Regeln kann sich niemand entziehen. Wer erfolgreich handeln will, muß diese kennen.
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Was heißt Wissensgesellschaft?
Der Begriff Wissensgesellschaft bezeichnet eine Gesellschaft, in der die Form der Information sich gegenüber der herkömmlichen Gesellschaft in drei Hinsichten verändert hat:
(1) Sie ist elektronisch kodiert und damit nicht mehr an ein bestimmtes Medium oder an eine bestimmte Technologie gebunden: Medienunabhängigkeit.
(2) Sie ist nicht mehr ortsgebunden, sondern virtuell an jeder beliebigen Stelle (eines Netzes bzw. der Welt) verfügbar: Ubiquität.
(3) Schriftlich kodierte Information kann zur Erzeugung von Information genutzt werden: Programmierbarkeit.
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Wie schnell kommt sie?
Die Bedeutung dieser technologischen Revolution ist in etwa zu vergleichen mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Nur handelt es sich beim Übergang zur Wissensgesellschaft um einen Prozeß, der nicht Jahrhunderte dauert, sondern der sich in höchstens zwei bis drei Dekaden vollzieht. In Deutschland wird er noch fünf bis höchstens zehn Jahre dauern. Wer seine Kommunikations- und Informationstechnologien bis dahin nicht umgestellt hat, wird gegenüber Mitbewerbern auf dem Markt einen kaum noch aufzuholenden Nachteil haben.
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Der universelle Kode: XML
Im Zeitalter des Buchdrucks war das Alphabet derjenige Kode, mit dem sich Informationen weltweit verbreiten ließen. Seine Kenntnis genügte, um Texte zu schreiben, die überall lesbar waren. Das Alphabet bleibt erhalten, aber es genügt nicht mehr. Es ist selbst Information geworden, die kodiert werden muß, um im Netz verfügbar zu sein. Der neue, universelle Kode heißt XML: eXtensible Markup Language. Man muß die EDV auf XML umstellen, wenn man den Anschluß nicht verpassen will – daran kann kein Zweifel bestehen. Die Corporate Library ist daher vollständig XML-basiert. Grundkenntnisse in XML sind für den „reinen“ Nutzer des Systems nicht erforderlich, wenn auch förderlich. Für die Pflege des Systems sind Kenntnisse in XML unabdingbar.
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Warum XML?
Die Antwort ergibt sich aus dem Begriff: Eine Markup Language trennt die Information vom Medium und von der Weise der Kodierung. In einem traditionell, z. B. auf der Schreibmaschine oder in einem der üblichen Textverarbeitungsprogramme geschriebenen Text, ist beides untrennbar miteinander verbunden. In XML ist jede Verknüpfung der Information mit einer bestimmten Weise der Edition aufgegeben. Es lassen sich also beliebige Inhalte in beliebigen Strukturierungen und Formatierungen erzeugen, und zwar für beliebige Medien.
Die Vorteile:
(1) Dieselbe Information kann gedruckt, im Intranet verarbeitet oder ins Internet gestellt werden: E-business und andere E-Aktivitäten werden möglich, ohne daß dies besonderen zusätzlichen Aufwand bedeutete.
(2) Die in XML kodierte Information ist nicht an bestimmte Formatierungen gebunden. Ein Wechsel des Corporate Designs macht es nicht erforderlich, den betroffenen Textbestand neu zu bearbeiten.
(3) Die Kompatibilität ist garantiert: Wenn A nur wohlgeformte XML-Dokumente erzeugt und B über XML-Standard verfügt, z. B. über einen Internet-Explorer, dann kann B mit Sicherheit alle Dokumente von A verarbeiten.
(4) XML-Dokumente sind in natürlicher Sprache lesbar: Man braucht keine Spezialisten, um XML-Dokumente auch in ihren technischen Auszeichnungen lesen und bearbeiten zu können.
(5) XML-Dokumente sind daher leicht zu erstellen.
(6) Die eigene EDV wird unabhängig von teuren Sonderentwicklungen und vom Wissensstand einzelner Spezialisten.
Dies sind keineswegs alle Vorteile, die XML bietet, aber es sind zentrale: Mit XML hat tatsächlich eine neue technologische Ära in der Kommunikation begonnen.
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Die Umstellung auf XML: nicht nur ein technisches Problem
Man sollte nie Mittel und Zweck miteinander verwechseln. XML ist ein höchst ingeniöses Mittel der Organisation von Kommunikation und Information. Aber eben nur ein Mittel. In eine neue Technologie zu investieren lohnt sich erst dann „richtig“, wenn man ihre Möglichkeiten voll zu nutzen weiß.
XML stellt fast unbegrenzte Möglichkeiten bereit, weil es nichts anderes ist als eine beliebig erweiterbare „Grammatik“. Weil diese aber beliebig erweiterbar ist, stellt sie keine besonderen Formen der Bearbeitung von Information zur Verfügung: XML ermöglicht alles und gibt nichts vor. Man kann daher die EDV nur technisch auf XML umstellen. Man sollte bei der Umstellung auf XML aber vor allem dessen Möglichkeiten ins Auge fassen und sie konsequent nutzen, um den Textbestand, den es in XML zu kodieren gilt, damit zu überarbeiten und für die neuen Verbreitungsmöglichkeiten „in Form“ zu bringen.
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XML und Kommunikationsmanagement
XML bietet einzigartige Möglichkeiten, einen Text nicht nur technisch zu formatieren, sondern ihn auch inhaltlich im wahrsten Sinn des Wortes in Form zu bringen: ihn zu strukturieren, übersichtlich zu gestalten – ihn verständlich zu machen.
Darüber hinaus ermöglicht die Weise, in der Texte in XML erstellt und kommentiert werden können, den Aufbau eines übersichtlichen Wissenssystems. Mit den technischen Möglichkeiten von XML, die auf seiner Medienunabhängigkeit beruhen, läßt sich dieses Wissenssystem in ein umfassendes Informationssystem für den Nutzer auslegen. Damit wird erstmals ein professionelles, EDV-gestütztes Kommunikationsmanagement möglich.
Mit der Corporate Library stellt die semantics Kommunikationsmanagement GmbH ein System zur Verfügung,
– das Kommunikation in den verschiedenen Medien (Druck, Internet, Intranet) unter einer einheitlichen Bedieneroberfläche ermöglicht,
– das einen Überblick über das gesamte Kommunikationssystem des Unternehmens und damit dessen kontinuierliche Pflege und Optimierung ermöglicht und
– das die Sachkompetenzen des einzelnen Mitarbeiters medial unterstützt und damit insgesamt seine Qualifikation steigert.
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